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Trappistenbier in Belgien 2026 - Stirbt diese Bierart aus oder steht sie vor einem leisen Neustart?

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Trappistenbier in Belgien 2026 Stirbt diese Bierart aus oder steht sie vor einem leisen Neustart? Trappistenbier ist kein Trendprodukt. Kein Craft-Hype. Kein Marketing-Gewitter. Und genau das macht die Frage spannend, ob diese Bierform im Jahr 2026 langsam verschwindet oder einfach nur älter, ruhiger und rarer wird. Belgien ist dabei der Kern des Ganzen. Historisch, praktisch, emotional. Was ist Trappistenbier überhaupt? Kurz gesagt: Bier aus einem Kloster, gebraut unter strengen Regeln. Aber das greift zu kurz. Trappistenbiere werden von Mönchen des Zisterzienserordens der strengeren Observanz gebraut, also den sogenannten Trappisten. Der Name ist rechtlich geschützt. Nicht jedes Klosterbier ist automatisch ein Trappistenbier. Die drei offiziellen Voraussetzungen Festgelegt durch die International Trappist Association (ITA) : Brauort: Das Bier muss innerhalb eines Trappistenklosters gebraut werden oder zumindest unter direkter Aufsicht der Mönche. Verantwortung: Die Mö...

Belgien in der Weihnachtszeit

 Belgien in der Weihnachtszeit  Belgien im Dezember fühlt sich an wie ein Land, das weiß: Weniger Show, mehr Atmosphäre. Keine übertriebene Inszenierung, sondern Lichter, Essen, alte Gassen und ein Tempo, das plötzlich etwas ruhiger wird. Genau daraus entsteht diese besondere Stimmung, die viele an belgischen Weihnachtsmärkten so schätzen. Brüssel: Lichter, Wintertrubel und viel Duft in der Luft Der Weihnachtsmarkt „Plaisirs d’Hiver“ ist einer der größten im Land. Rund um den Grand Place läuft die Lichtshow regelmäßig – farbenreich, manchmal laut, aber beeindruckend. Entlang der Stände riecht man eine Mischung aus Glühwein, Waffeln und herzhaften Klassikern. Wer Zeit hat, sollte sich ein paar Schritte von der Hauptachse entfernen – dort findet man ruhige Gassen, kleine Chocolatiers und Cafés, die im Dezember besonders gemütlich wirken. Kleine persönliche Notiz: Ich habe dort einmal einen Kakao bekommen, der eher flüssige Schokolade war. Süß? Ja. Gut? Auch. Brügge: Winte...

Audrey Hepburn – Die belgische Hollywood-Ikone

  Audrey Hepburn – Die belgische Hollywood-Ikone Ein Blick aus belgischer Perspektive Audrey Hepburn ist so sehr Hollywood, dass viele fast vergessen, wo ihr Leben wirklich begann: in Belgien. Genauer gesagt in Ixelles/Elsene, einem der quirligsten Brüsseler Stadtteile. Wer heute durch die Rue Keyenveld spaziert, könnte an ihrem Geburtshaus vorbeilaufen, ohne es zu merken – unscheinbar, keine große Bühne. Vielleicht passt das sogar ganz gut zu ihr: bescheiden, leise, aber mit einer Ausstrahlung, die man nicht übersehen konnte. Frühe Jahre zwischen Belgien, Krieg und Tanz Hepburn wurde 1929 geboren. Damals ahnte niemand, dass dieses Kind einmal die Filmwelt umkrempeln würde. Ihre frühen Jahre waren geprägt von häufigen Umzügen, aber Belgien blieb die erste Konstante in ihrem Leben. Ihre Mutter, eine niederländische Baronin, und ihr Vater, ein britischer Bankier, legten Wert auf Disziplin – was ihre spätere Professionalität am Set erklären könnte. Während der Kriegsjahre lebte H...

Justine Henin: Präzision, Kampfgeist und ein Rückhand-Posterboy – äh, Poster-girl

  Justine Henin: Präzision, Kampfgeist und ein Rückhand-Posterboy – äh, Poster-girl Justine Henin, Jahrgang 1982, gehört zu den spannendsten Persönlichkeiten, die der moderne Tennissport hervorgebracht hat. Eine belgische Spielerin mit zierlicher Statur, aber einer Präsenz auf dem Platz, die man eher bei einer 1,85-m-Aufschlagkanone vermuten würde. Sie war anders. Technischer. Vielseitiger. Und manchmal auch überraschend kompromisslos. Ein kurzer Blick auf ihre Anfänge Geboren in Lüttich, kam Henin früh mit dem Tennissport in Berührung. Die Geschichte klingt fast klassisch: Ein talentiertes Kind, eine Menge Trainingsstunden, ein Umfeld, das Leistung ermöglicht. Aber Henins Weg verlief nicht glatt. Familiäre Rückschläge, ein eher schüchternes Wesen, dazu ihre geringe Körpergröße im Vergleich zu vielen Konkurrentinnen – all das führte dazu, dass sie mit einer besonderen Mischung aus mentalem Biss und taktischer Intelligenz überzeugen musste. Und genau das tat sie. Spielstil: Meh...

Hergé – Der Vater von Tim und Struppi

  Hergé – Der Vater von Tim und Struppi Georges Remi – oder eben Hergé, wie ihn fast jeder kennt – gehört zu den wenigen Zeichnern, deren Figuren ein eigenes Leben zu führen scheinen. Der Belgier mit den klaren Linien, dem trockenen Humor und dem scharfen Blick für Details schuf nicht einfach Comics. Er baute Welten. Und ja, manchmal auch kleine Chaoszonen voller Slapstick, Verwechslungen, Explosionen und dieser typischen „Oh!“-Momente, die man aus Tim und Struppi kennt. Von Brüssel in alle Richtungen der Welt Hergé wurde 1907 in Etterbeek geboren, einem Stadtteil von Brüssel. Der junge Remi war ein neugieriger Beobachter. Autos, Uniformen, Gesten – er studierte alles mit fast pedantischer Genauigkeit. Diese Präzision floss später in seine Panels ein. Kein Wunder, dass Fans heute noch lupenrein erkennen können, ob ein dargestelltes Flugzeug eine Junkers oder ein Lockheed-Modell ist. Seinen Künstlernamen bastelte er aus den Initialen seines bürgerlichen Namens: „RG“, rückwärts ...

Jacques Brel – Der Mann, der mit Worten kämpfte und sang

  Jacques Brel – Der Mann, der mit Worten kämpfte und sang Jacques Brel war keiner, der leise blieb. Geboren am 8. April 1929 in Schaerbeek bei Brüssel, wuchs er in einer bürgerlichen belgischen Familie auf – Vater Fabrikant, Mutter warmherzig, aber eher traditionell. Schon früh fühlte sich Brel eingeengt von der Geschäftswelt seines Vaters. Statt Zahlen wollte er Texte. Statt Routine – Leidenschaft. Mit Anfang zwanzig begann er, Lieder zu schreiben. Zuerst unbeachtet, dann plötzlich nicht mehr zu überhören. In den 1950er-Jahren zog er nach Paris, das damals Magnet für alle war, die etwas sagen oder singen wollten. Dort begann der steile, aber nicht einfache Aufstieg: Auftritte in verrauchten Clubs, ein Publikum, das anfangs kaum reagierte, und ein Brel, der trotzdem alles gab. Die Bühne als Schlachtfeld Wer ihn einmal auf der Bühne sah, vergaß das nicht. Brel sang nicht einfach – er kämpfte, schwitzte, zitierte sich die Seele aus dem Leib. Seine Texte? Roh, ehrlich, manchmal u...

König Leopold II. – Der umstrittene Bauherr

  König Leopold II. – Der umstrittene Bauherr Könige haben oft Denkmäler, Schlösser oder Plätze hinterlassen, die man noch Jahrhunderte später bestaunt. In Belgien ist das ein bisschen komplizierter. König Leopold II. (1835–1909) hat Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar sind. Gigantische Parks, prunkvolle Alleen, Museen, Triumphbögen. Gleichzeitig hängt über seinem Namen ein Schatten – Kolonialismus, Gewalt, Ausbeutung im Kongo. Ein Widerspruch, der Belgien bis heute beschäftigt. Wer war Leopold II.? Leopold II. wurde 1835 in Brüssel geboren, Sohn von Leopold I., dem ersten König der Belgier. 1865 bestieg er selbst den Thron. Fast 44 Jahre regierte er – bis zu seinem Tod im Jahr 1909. Er gilt als einer der am längsten regierenden Monarchen Europas seiner Zeit. Sein Spitzname in Belgien: „König-Baumeister“ (französisch Roi Bâtisseur ). Klingt harmlos. Doch dieser Titel ist zweischneidig. Denn während er in Belgien wie ein besessener Stadtplaner wirkte, finanzierte er vie...

Belgien: Geografische Lage und Gliederung

  Belgien: Geografische Lage und Gliederung Belgien – klein, kompakt, vielseitig. Ein Land, das man auf der Karte fast übersehen könnte, das aber auf engstem Raum eine erstaunliche Vielfalt bietet. Wo liegt Belgien genau? Belgien liegt im Westen Europas und grenzt an vier Länder: Frankreich im Süden und Westen, Luxemburg im Südosten, Deutschland im Osten und die Niederlande im Norden. Dazu kommt ein Küstenstreifen von rund 65 Kilometern an der Nordsee. Auf der Landkarte wirkt Belgien wie ein Bindeglied zwischen den großen Nachbarn – tatsächlich ist es auch politisch und wirtschaftlich ein Knotenpunkt mitten in Europa. Die drei Regionen Belgien ist föderal aufgebaut. Das Land gliedert sich in drei Regionen , die nicht nur Verwaltungseinheiten sind, sondern auch kulturell und sprachlich einiges trennen. Flandern im Norden: flach, dicht besiedelt, mit Städten wie Antwerpen, Gent und Brügge. Hier wird Niederländisch (bzw. Flämisch) gesprochen. Wallonie im Süden: hügeliger,...